27. August 2019

Gesundheit am Steuer

Rückenschmerzen und andere körperliche Beschwerden gehören für viele LKW-Fahrer zum Alltag. Warum dies so ist und vor allem wie man seine Gesundheit verbessern und dadurch Schmerzen verhindern kann, erfährst Du in diesem Artikel. Mit praktischen Tipps und Ratschlägen wollen wir unseren LKW-Fahrern dabei helfen, unbeschwerter den Alltag zu meistern.

Gesundheit am Steuer

Was kann man gegen Rückenschmerzen tun?


Die langen Fahrten und die unnatürliche Haltung beim Fahren macht fast jedem zu schaffen, der viel Zeit auf der Autobahn verbringt, so natürlich insbesondere LKW-Fahrern. Wieso es von immenser Wichtigkeit ist, sich um seine Gesundheit zu sorgen und wie genau Du schon Heute damit anfangen kannst, deine Gesundheit nachhaltig zu verbessern, erfährst Du hier.

Aus einer Online Umfrage aus 2011 von Annika Adler im Rahmen ihrer Diplom-Arbeit geht hervor, dass der durchschnittliche Kraftfahrer in Deutschland 1.80m groß, 44 Jahre alt und mit 95kg schwer ist. Fast die Hälfte aller Fahrer klage über akute Beschwerden. So gaben 41% an, sie hätten Rückenbeschwerden, 22% Übergewicht, 14% leiden unter Gelenkbeschwerden und 13% unter typischen Stresssymptomen.

Dies sind erschreckend hohe Zahlen, die Grund zur Sorge geben. Um diese Zahlen zu senken, sollten nicht nur die Fahrer aktiv werden, sondern auch die Arbeitgeber sich Gedanken machen, wie sie die Gesundheit ihrer Fahrer, beispielsweise durch spezifische Schulungen, besser fördern können. Besonders angesichts des Fahrermangels gewinnt die Gesundheit der Fahrer aus Sicht der Arbeitgeber an Wichtigkeit, da eine Neueinstellung sich immer schwieriger gestaltet.


Warum ist die Gesundheit von LKW-Fahrern besonders gefährdet?


Langes sitzen und eine schlechte Haltung während des Fahrens führen vor allem im Rücken schnell zu Verspannungen. Aus Verspannungen werden dann akute Nacken- und Rückenschmerzen, die ohne die richtige Behandlung chronische Veränderungen des Skelett- und Muskelapparates zur Folge haben können. Des Weiteren führt Bewegungsmangel zur Verkümmerung der Rücken- und Bauchmuskulatur, die wiederum bei schwerem Tragen und Heben so stark beansprucht wird, dass schwerwiegende gesundheitliche Probleme die Folge sein können. Dies wirft Licht auf ein weiteres Problem, nämlich das Be- und Entladen des LKW durch den Fahrer. Laut einem neuen Bericht des BAG müssen 90,9 Prozent der vom BAG befragten Kraftfahrer ihr Fahrzeug selbst entladen – und das, obwohl sie vertraglich dafür nicht immer zuständig sind.

Weitere typische Beschwerden von LKW-Fahrern sind Venenprobleme, Hämorrhoiden, Bluthochdruck oder auch Stoffwechselerkrankung wie Diabetes. Sobald es so weit ist, hilft nur noch medizinische Therapie. Um es jedoch gar nicht erst soweit kommen zu lassen, muss jeder Fahrer präventiv handeln und sich bewusst um seine Gesundheit kümmern. Einfach umsetzbare Tricks und Angewohnheiten findest Du in diesem Artikel.


Was kann ich für meine Gesundheit tun?


Schon Kleinigkeiten zu verändern oder kleine Helfer in den Alltag zu integrieren, kann, besonders auf lange Sicht, einen sehr großen Unterschied für Jeden machen.

Merkt man im Rücken und Nacken Verspannungen durch leichte Schmerzen oder Unbeweglichkeit, sind Massagen eine wirksames Mittel. Verhärtete Muskeln schmerzen nicht nur, sie drücken auf die Gelenke, führen zu Fehlstellungen, schränken die Beweglichkeit ein, verhindern die Durchblutung und reduzieren den Stoffwechsel, was über längere Zeit sogar zu Gelenkkrankheiten wie Arthrose führen kann. Massagen können die Durchblutung der Muskulatur verbessern, das Nervensystem beruhigen und somit Verspannungen lösen. Wir empfehlen Dir zwei Möglichkeiten: Eine Massageauflage für den Autositz, die es schon preisgünstig zu erwerben gibt, oder eine Faszienrolle, die man in der Pause benutzen kann. Dieser liegt stets eine Anleitung bei, auf der diverse Übungen zur Lösung der Verspannungen vorgeschlagen werden. Hier ein guter Test von Massagematten, damit auch Du schon bald diesen Alltagshelfer benutzen kannst: https://www.massagemattentest.com

Besser ist es natürlich, es gar nicht erst zu Verspannungen oder anderen Beschwerden kommen zu lassen. Die beiden wichtigsten Faktoren, die dabei zu Beachten sind, lauten: Bewegung und Ernährung. Dehn- und Fitnessübungen in den Pausen zur Kompensation der langen Sitzperioden sind nicht nur langfristig gut für die Gesundheit, sondern versorgen Dich auch kurzfristig mit neuer Energie für die Weiterfahrt. An manchen Rastplätzen gibt es sogar Trimm-Dich-Stationen, wie auf der A4 bei Jülich. Die besten Raststätten in Deutschland, haben wir für euch in diesem Artikel zusammengefasst: https://www.truck-jobs.com/de/wissen/fahrer/Die-besten-Raststaetten-2019/

Da Betriebe leider in der Regel noch nicht so weit denken, ihre Fahrer entsprechend mit Informationen zu versorgen, muss der Fahrer noch selbst recherchieren. Sehr empfehlen können wir dafür diverse YouTube Videos, wie zum Beispiel von Sascha Huber, der in vielfältigen Videos Möglichkeiten zur Verbesserung Deiner Fitness darstellt.


Gute Ernährung für Lkw-Fahrer?


Wie jeder weiß, ist die Ernährung das A und O eines gesunden Körpers und Geistes. Klar, das Angebot an den Raststätten ist verlockend, aber wie Du schon mit kleinen Tricks und Umstellungen einen großen Unterschied bewirken kannst, erfährst du hier.


Gesunde Ernährung an der Raststätte?


Viele Fahrer entwickeln schlechte Essgewohnheiten und nehmen so am Tag mehr Kalorien zu sich, als sie verbrauchen, was zur Gewichtszunahme führt. Besonders Kohlenhydrate und Fette werden oft im Überfluss aufgenommen, beispielsweise durch die klassische Currywurst mit Pommes an der Raststätte. Jedes überflüssige Kilo belastet zusätzlich die Wirbelsäule und schadet der Gesundheit. Dabei ist es gar nicht so schwer, die Kilos purzeln zu lassen oder das Gewicht zu halten. An Raststätten gibt es in der Regel gesündere Alternativen, auf die man zurückgreifen kann, wie zum Beispiel Salate. Auch bei Fast Food Ketten wie McDonalds oder BurgerKing gibt es Möglichkeiten, die Kalorien in Grenzen zu halten, zum Beispiel durch einen Wrap, einen Salat als Beilage und kalorienfreie Getränke. Wenn Du statt einer großen Pommes und einer Cola, einen Salat und ein Wasser zum Burger nimmst, sparst du ganze 606 kcal. Das lohnt sich! Noch besser ist es natürlich, sich eigenes Essen vorzubereiten und dies in der Mikrowelle an der Raststätte aufzuwärmen. Mit ein wenig Geschick ist dies nicht nur gesünder, sondern auch deutlich leckerer als vieles Raststättenessen. Eine weitere Möglichkeit seine Kalorienbilanz aufzubessern, ist der Tausch von ungesunden Snacks wie Chips oder Schokolade gegen frisches Obst und Gemüse, Nüsse oder auch zuckerfreie Müsliriegel.

Ein großer Teil der Ernährung ist natürlich auch das Trinken und auch dabei ist es einfach viele Kalorien einzusparen. Es ist wichtig, am Tag genug Wasser zu trinken. Mindestens 1,5 Liter und bei stärkerer Belastung oder höherer Temperaturen noch mehr. Denn viel Flüssigkeit sorgt für eine geregelte Verdauung, befreit den Körper von Schadstoffen und vermindert das Auftreten von Kopfschmerzen. Wichtig ist jedoch darauf zu achten, so wenig Kalorien wie möglich durch Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Am besten komplett auf Softdrinks verzichten und diese zum Beispiel durch Tees ersetzen. Auch Smoothies und Direktsäfte können mal getrunken werden, diese schmecken nicht nur gut, sondern liefern dem Körper auch noch wichtige Vitamine. Und falls man keine Lust hat, immer auf die leckere Currywurst oder das Schnitzel zu verzichten, kann man auch einfach seine Aktivität erhöhen. Wer sich mehr bewegt, verbrennt mehr Kalorien und kann dementsprechend auch mehr Kalorien zu sich nehmen, ohne zuzunehmen.

Durch viel Bewegung und eine ausgewogene Ernährung kann jeder gesundheitlichen Problemen vorbeugen. Auch wenn es als LKW-Fahrer schwieriger ist als in vielen anderen Berufen, ist es machbar und letztendlich will doch jeder gesund sein, oder?

Am Ende des Tages will man natürlich nicht nur gesund, sondern auch zufrieden mit seinem Job sein, denn nur Gesundheit allein macht Dich nicht glücklich. Falls Du auf der Suche nach einem neuen Job bist, Du zum Beispiel vom Fern- in den Nahverkehr wechseln möchtest, dann registriere Dich noch heute auf https://www.truck-jobs.com/de/fahrer/ und tu dir selbst was Gutes.


Tipps für die Gesundheit


Tipp: Ein großes Glas Wasser vor dem Essen füllt den Magen und verringert so das Hungergefühl.

Tipp: Krankenkassen bieten ihren Versicherten die Möglichkeit, kostenfrei an Gesundheitsangeboten teilzunehmen, die sich auf die Bereiche Bewegung, Ernährung und Entspannung konzentrieren. Einfach mal nachfragen!

Tipp: Berechne deinen individuellen Kalorienverbrauch, ganz einfach hier: www.fitforfun.de/abnehmen/schlankmacher/energiebedarsrechner-wie-viel-energie-brauche-ichaid8623.html

Weitere Informationen und interessante Themen finden Sie in unseren [News] (https://www.truck-jobs.com/de/wissen/)

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Quellen:

www.sifa-sibe.de

www.eurotransport.de

www.verkehrsrundschau.de

https://www.arbeitsschutz-portal.de/beitrag/asp_news/6559/bag-bericht-arbeitssituation-an-laderampen.html

Quelle Bild: https://pixabay.com


Autor: Jan Wöbken

Susanne Martens-Ulrich
Susanne Martens-Ulrich
Geschäftsführerin

Für 18 Standorte LKW-Fahrer zu finden ist eine riesige Herausforderung

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