16. September 2019

So nutzen Sie das Bewerbungsgespräch mit LKW-Fahrern

Ein Bewerbungsgespräch bietet Ihnen als Arbeitgeber die Möglichkeit, im Rahmen eines Gesprächs herauszufinden, ob der Bewerber für Ihre Spedition geeignet ist und zukünftig ihre LKW führen soll. Da die zur Verfügung stehende Zeit sehr begrenzt ist und der Konkurrenzkampf um die LKW-Fahrer derzeit sehr hoch ist, ist es als Arbeitgeber wichtig, perfekt vorbereitet zu sein und das Gespräch optimal zu nutzen. Wie Ihnen das gelingt zeigen wir Ihnen in diesem Artikel anhand einer Gliederung des Bewerbungsgesprächs und praktischen Tipps und Tricks.

So nutzen Sie das Bewerbungsgespräch mit LKW-Fahrern

Die 6 Phasen des optimalen Bewerbungsgesprächs


Da ein Bewerbungsgespräch sowohl für den Kandidaten als auch für den Arbeitgeber eine ungewohnte Situation ist, ist eine optimale Vorbereitung sehr wichtig. Als Vorbereitung eignet sich eine Gliederung des Gesprächs, da zwar jedes Gespräch sich voneinander unterscheidet, jedoch wirklich alle offenen Fragen geklärt werden sollen und letztendlich nach jedem Gespräch entschieden werden muss, ob der Kandidat eingestellt wird. Für das Bewerbungsgespräch sollten Sie ungefähr eine Stunde veranschlagen, um den LKW-Fahrer wirklich kennnenzulernen und ihm auch ein Gefühl der Wertschätzung seiner Arbeit zu vermitteln. Daher schlagen wir Ihnen pro Phase auch schon einen möglichen Zeitrahmen vor.

Phase 1 des Bewerbungsgesprächs: Die Begrüßung (5-10 Minuten)

Der erste Eindruck zählt! Da der Bewerber in der Regel vor dem Gespräch sehr nervös ist, ist es wichtig, ihm ein angenehmes Umfeld zu schaffen und ihn aus der Nervosität zu holen. Dies schaffen Sie durch eine nette Begrüßung mit vollem Namen des Bewerbers und kurzen Smalltalk. Fragen Sie beispielsweise ob der Bewerber gut hergefunden habe oder woher er kommt. Für die Einstellung nicht relevante Fragen geben dem Kandidaten einen einfachen Einstieg ins Gespräch und nehmen ihm die Nervosität. Des Weiteren sollte eine angenehme Atmosphäre im Raum des Gesprächs geschaffen werden. Frische Luft und Getränke wie Kaffee und Wasser helfen dabei, dem Bewerber ein gutes Gefühl zu vermitteln und legen die Grundlage für ein nettes, authentisches Gespräch.

Phase 2: Der Hauptteil (30-45 Minuten)

Nach dieser Phase des Gesprächs sollte es keine offenen Fragen mehr Ihrerseits geben. Sie wollen den Bewerber jedoch authentisch kennenlernen und nicht verhören, daher ist es wichtig, dass Sie zuhören, nachhaken und bestätigen. Außerdem sollten Sie mit dem Lebenslauf des Bewerbers für die Stelle des Berufskraftfahrers bereits vertraut sein. Wie viel Berufserfahrung der Fahrer vorweist, welche Führscheinklasse er hat etc. sollten Sie bestenfalls schon im Kopf haben, um die Zeit für persönlichere Fragen nutzen zu können. Dies hilft Ihnen nicht nur ein zielführendes Gespräch aufzubauen, sondern geben Sie Ihrem Gegenüber auch ein Gefühl der Wertschätzung. Dies ist insbesondere in der Transport- und Speditionsbranche wichtig, da ein häufig geäußertes Problem der LKW-Fahrer die mangelnde Wertschätzung seitens der Arbeitgeber ist. Indem Sie unsere Matching Plattform von Truck-Jobs.com nutzen, können Sie sich bereits vor dem Gespräch sicher sein, dass der Kandidat formell zu dem von Ihnen ausgeschriebenen Job passt und sich so die Analyse des Lebenslaufes sparen. Berufskraftfahrer geben bei TruckJobs an welche Qualifikationen, Erwartungen und persönlichen Einstellungen sie haben. , Dies wird mit den Anforderungen für Ihre offene Stelle automatisch abgeglichen.. Erst, nachdem der LKW-Fahrer bei TruckJobs bei Ihrem Angbebot auf “gefällt mir” klickt, erhalten Sie das Profil des Fahrers. So schauen Sie sich nur Fahrer an, die Interesse an der von Ihnen ausgeschriebenen Stelle haben. Nunsteht einem Bewerbungsgespräch nichts mehr im Wege. Es muss für den Gesprächsverlauf klar sein, dass Sie als Arbeitgeber das Gespräch leiten, jedoch der Kandidat die deutlich größeren Gesprächsanteile haben soll. Für die Umsetzung sind die richtigen Fragen unabdingbar. Dabei sollten hauptsächlich offene Fragen (Wie, Wer, Was, Welche,…) gestellt werden, da diese Raum für Ausführungen geben. Standardfragen wie „Was sind Ihre Schwächen“ sollten jedoch vermieden werden, da Bewerber meist auf diese vorbereitet sind und somit nicht authentisch antworten. Es ist jedoch zu beachten, dass jedes Gespräch individuell sein sollte und so auch die Fragen jeweils abgestimmt werden sollten. Am Besten sind Sie darauf vorbereitet, wenn Sie einen Fragenkatalog parat haben und spontan passende Fragen stellen. Denken Sie daran Notizen während des Gesprächs zu machen, da nie alle Informationen im Gedächtnis bleiben können und diese besonders im Vergleich zu anderen Bewerbern sehr aufschlussreich sein können.

Phase 3: Vorstellung des Unternehmens (5 Minuten)

Nachdem Sie im Hauptteil die Möglichkeit hatten, den Bewerber ausgiebig kennenzulernen, geben Sie ihm in dieser Phase die Möglichkeit, mehr über das Unternehmen zu erfahren. Am Besten stellen Sie das Unternehmen nicht mit einem Standard Werbetext vor, sondern mit für den Bewerber relevanten Informationen. Wichtig für den potenziellen LKW-Fahrer ihrer Spedition oder Ihres Fuhrbetriebs ist beispielsweise zu wissen, was genau seine Stellung und Zuständigkeit im Unternehmen wäre, welche Strecken er fahren würde und was für Waren transportiert werden. Für den LKW-Fahrer ist es interessant, von welcher Firma der LKW sein wird, ob es Urlaubsgeld gibt oder ob Prämien für unfallfreies Fahren ausgezahlt werden. Bestenfalls können Sie in dieser Phase noch Argumente für Ihr Unternehmen als zukünftigen Arbeitgeber anbringen. Können Sie beispielsweise bei der Tourenplanung auf Wünsche des Berufskraftfahrers eingehen? Ist bei Ihnen auch ein Wechsel vom Nah- in den Fernverkehr möglich? Sollten Sie noch attraktiver als Arbeitgeber werden wollen, schauen Sie in unserem Artikel über die Förderung der Gesundheit der Fahrer vorbei und lassen Sie sich inspirieren: https://www.truck-jobs.com/de/wissen/arbeitgeber/wie-der-arbeitgeber-die-gesundheit-seiner-fahrer-foerdern-kann/

Phase 4: Rückfragen des Berufskraftfahrers an den Arbeitgeber

In dieser Phase geben Sie dem Bewerber die Möglichkeit, offene Fragen zu stellen und seinen zukünftigen Arbeitgeber besser kennenzulernen. Spezielle oder tiefgreifende Fragen sollten als positiv angesehen werden, da sie von Interesse zeugen und möglicherweise zeigen, wie motiviert der Fahrer im Arbeitsalltag sein könnte. Wichtig ist es, alle Fragen ehrlich zu beantworten, da bei einer möglichen Zusammenarbeit Unwahrheiten früher oder später auffliegen würden und dies dann zu starker Demotivation führt. Die Fluktuation ist gerade in der Speditions- und Logistikbranche relativ hoch: Durch authentische und ehrlich Antworten stellen Sie schon im Vorstellungsegspräch die Weichen für eine langfristige Zusammenarbeit.

Phase 5: Abschluss des Interviews (2 Minuten)

Die letzte Phase des Bewerbungsgesprächs nutzen Sie dazu dem Bewerber einen Überblick über den weiteren Verlauf zu geben, also legen Sie dar, wann sie eine Rückmeldung geben können und ob noch Unterlagen gebraucht werden, wie eine Kopie des Führerscheins, der Nachweis über zusätzliche Module oder ähnliches. Außerdem ist es noch sehr wichtig alle Fakten zu besprechen, das heißt der Arbeitsbeginn, die Wochenstundenzahl, die Beschäftigungsdauer und natürlich das Gehalt. Nach einem erfolgreichen und offenen Gespräch fehlt nur noch eine nette Verabschiedung, um den Bewerber mit einem guten Gefühl nach Hause zu schicken und die Vorfreude auf eine mögliche Zusammenarbeit zu erhöhen.

Phase 6: Auswertung des Gesprächs

Nach dem Gespräch liegt es an Ihnen zu entscheiden, ob der Fahrer für eine zukünftige Zusammenarbeit geeignet ist. Nutzen Sie Ihre Notizen um den Kandidaten mit Mitbewerbern zu vergleichen und lassen Sie sich nicht aufgrund von Sympathie täuschen, sondern suchen Sie nach einem LKW-Fahrer, der zuverlässig und motiviert die Strecken im Namen Ihrer Spedition zurücklegen wird.

Es ist schwierig geeignete LKW-Fahrer zu finden?

Mit dem Ziel für jeden LKW-Fahrer den passenden Job zu finden, haben wir von Truck-Jobs.com eine Job-Matching Plattform entwickelt, die es ermöglicht, anhand relevanter Kriterien LKW-Fahrer und Speditionen zusammen zu bringen. Dies nimmt auch Ihnen als Arbeitgeber einen Großteil der Arbeit des Recruitment ab, da die gematchten LKW-Fahrer bereits zu ihren Anforderungen passen und der Einstellung theoretisch nichts mehr im Wege steht. Dies vereinfacht selbstverständlich auch das Bewerbungsgespräch und hilft Ihnen grundlegend dabei, den optimalen Fahrer für den Job zu finden. Haben wir Ihr Interesse geweckt? Lesen Sie mehr über uns in unserem Blog: https://www.truck-jobs.com/de/wissen/arbeitgeber/Wie-funktioniert-TruckJobs/

Zusammenfassung der Phasen

Phase 1: Begrüßung (5-10 Minuten)

  • angenehme Atmosphäre
  • Smalltalk
  • Getränke

Phase 2: Hauptteil (30-45 Minuten)

  • kennenlernen, nicht verhören
  • offene Fragen (Wie, Wer, Was, Welche, …)
  • alle Fragen besprechen
  • klare Führung des Gesprächs
  • Kenntnis über Lebenslauf
  • Fragenkatalog vorbereiten
  • Notizen machen

Phase 3: Vorstellung des Unternehmens (5 Minuten)

  • für den LKW-Fahrer relevante Informationen geben
  • Besonderheiten, Aufgabenbereich, Marke des LKW, Touren etc.

Phase 4: Rückfragen des Kandidaten

  • offene Fragen ehrlich beantworten
  • authentische Kommunikation

Phase 5: Abschluss des Interviews (2 Minuten)

  • Überblick über weiteren Verlauf, ggf. Anforderung fehlender Unterlagen (z.B. Führerschein)
  • Besprechung aller Fakten (Gehalt, Beschäftigungsdauer, Wochenstundenzahl etc.)
  • nette Verabschiedung

Phase 6: Auswertung des Gesprächs

  • Auswertung der Notizen, ggf. Vergleich zu Konkurrenten
  • Wird dieser Fahrer motiviert und zuverlässig für Ihre Spedition fahren?
  • Entscheidung und möglichst zeitnahe Rückmeldung beim Bewerber

Weitere Informationen und interessante Themen finden Sie in unseren News

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LKW-Fahrer gesucht? Dann registrieren Sie sich bei [TruckJobs für Arbeitgeber] (www.truck-jobs.com/de/arbeitgeber/)


Quellen:

www.arbeitgeber.campusjaeger.de

www.softgarden.de


Autor: Jan Wöbken

Susanne Martens-Ulrich
Susanne Martens-Ulrich
Geschäftsführerin

Für 18 Standorte LKW-Fahrer zu finden ist eine riesige Herausforderung

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