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08. August 2019

Truck-Racing Fahrer Sascha Lenz im Interview auf dem Truck-Grand-Prix

Bei dem diesjährigen ADAC Truck-Grand-Prix auf dem Nürburgring im Juli 2019 bekamen wir als Team von WORLD OF HEROES die Möglichkeit, mit Sascha Lenz, dem „jungen Wilden“ des Trucksports, über dessen Werdegang und Ambitionen zu sprechen.

Truck-Racing Fahrer Sascha Lenz im Interview auf dem Truck-Grand-Prix

Interview mit Sascha Lenz auf dem ADAC Truck-Grand-Prix

Hier findet ihr das komplette Interview zum nachlesen:

TruckJobs: Wir freuen uns, dass wir Sascha Lenz hier im Gespräch haben. Sascha, erstmal herzlichen Glückwunsch zu den beiden hervorragenden Läufen heute. Erzähl mal, wie waren die für Dich?

Sascha: Ich muss sagen, im ersten Rennen hab ich ein bisschen Pech gehabt, ich bin ja als drittes gestartet, war dann Zweiter in der Mercedes-Arena, wollte dann einen Unfall vermeiden und bin dann zurückgefallen auf Platz 4. Dann hab ich die ganze Zeit gepusht, wollte wieder meinen Platz 3 haben, hab mich dann doch ein bisschen verbremst, der Drittplatzierte konnte dann so eine größere Lücke haben und diese Lücke habe ich dann einfach nicht mehr beifahren können. Dann hab ich mir gedacht ok, bist du Vierter, akzeptier es und fahr den vierten Platz nach Hause. Ich bin dann als fünftes gestartet, wir haben ja einen Reverse Grind, hab dann am Start zwei Plätze verloren, weil ich mich aus den ganzen Rangeleien raushalten wollte. Dann hab ich eine Runde gewartet, konnte dann aber in der Mercedes-Arena an drei Fahrzeugen direkt vorbei, war dann direkt auf Platz 4, Gerd hat schon eine größere Lücke vor mir gehabt. Nach 2-3 Runden hat sich die Lücke dann geschlossen, hat mich auch ein bisschen gewundert und dann hab ich mir ein faires Rennen mit dem Gerd geliefert, konnte es dann für mich entschieden und da hab ich mich schon riesig gefreut, dass ich Dritter war, das erste Mal auf dem Podest hier auf dem Nürburgring. Und dann hab ich gemerkt, dass der Rodriguez, der noch vor mir war, der sich die Lücke auch innerhalb von einer Runde zusammen gefahren hatte und dann hab ich versucht natürlich auch noch an ihm vorbei zu gehen und das hat dann zwei Runden vor Schluss auch noch funktioniert. Ich bin mega happy über dann Rennergebnis.

TruckJobs: Was meinst du ist morgen noch drin?

Sascha: Morgen werden die Karten neu gemischt. Heute über den Tag hat man auch gesehen, dass die Autos alle schneller wurden, auch während der Rennen. Morgen ist neuer Tag, neues Glück und wir müssen unsere Leistung wieder bringen, im Qualifying und auch in der Superpole und dann sehen wir, was in dem Rennen passiert.

TruckJobs: 2015 ging es für dich los. Wie bist Du eigentlich dazu gekommen, Truck Race zu fahren?

Sascha: Eigentlich ging es schon etwas vorher los, da sind wir immer nur Nürburgring gefahren und dann 2015 kam ein Sponsor auf uns zu, der hat gesagt er möchte gerne, dass das Auto eine Europameisterschaft läuft und so ist eigentlich alles gestartet. Dann ab Mitte 2015 war das Team drumherum alles fertig und seitdem begleitet mich mein Team auf jede Rennstrecke mit. Ich selber fahr auch den LKW auf die Rennstrecke, fang dann alles an aufzubauen und sobald die Jungs Urlaub haben, kommen sie dann dazu.

TruckJobs: Was reizt dich denn überhaupt so am Truck Race?

Sascha: Das ist einfach Motorsport pur. Das sind LKW, die optisch gesehen mal auf der Straße gefahren sind aber es sind alles richtige Rennfahrzeuge. Wir haben fast das doppelte an PS und an Drehmoment von dem, was ein Serientruck hat und diese ganze Masse, das ganze Umfeld, mit den Fans und den Sponsoren, das ist alles hautnah und das ist das, was Spaß macht.

TruckJobs: Als du damals angefangen hast 2015, man sagt ja auch du bist der „junge Wilde“, wie haben dich denn die Kollegen, die anderen Fahrer, so aufgenommen?

Sascha: 2015 ging es eigentlich damit los, dass ich viel lernen muss. Ich musste akzeptieren, dass ich ein jüngerer Fahrer bin und dass die alten Hasen, die im Geschäft sind, dich mal ganz schnell austricksen. Es war eigentlich immer so ein Lernprozess für mich und auch für das ganze Team. 2016 haben wir ein neues Fahrzeug gebaut, aber mit der alten Kabine von dem 2015er Fahrzeug, wo wir dann einen riesen Sprung mit gemacht haben. Dann hat das Team auch angefangen, sich selber zu motivieren. Auch ich selber. Wir waren dann nicht mehr die, die nur hinterher gefahren sind, sondern 2016 fing es auch mal an, dass wir am Podiumsplatz gekratzt haben. Das war für uns natürlich auch eine riesen Steigerung. 2018 sind wir dann Vierter bei der Europameisterschaft geworden. Das war eine komplette Teamleistung, also nicht nur meine Leistung, sondern wir sind jedes Rennen durchgefahren, also wir haben in jedem Rennen gepunktet. Klar, ich bin derjenige, der die Lorbeeren erntet, aber das Team, was so drumherum steht, das das Auto immer nach dem Rennen fertig macht, der Service Zuhause und so weiter, das ist eine komplette Teamleistung. Und dieses Jahr läuft es echt relativ gut.


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Susanne Martens-Ulrich
Susanne Martens-Ulrich
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